Logo: Atomkraft? Nein, danke.

Die internationale Anti-Atomkraft-Bewegung gehört seit den 1970er Jahren zu den neuen sozialen Bewegungen. Sie thematisiert die Gefahren, die nicht nur von der militärischen (Kernwaffe), sondern auch von der zivilen Nutzung der Kernenergie zur Energieerzeugung in Kernkraftwerken ausgehen.

 

Gegen den Weiterbetrieb

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor ein paar Wochen haben wir einen Spendenaufruf geschrieben. Es ging um die Finanzierung der .ausgestrahlt-Aktivitäten zum «Abschaltjahr» 2022. Viele haben daraufhin bereits gespendet. Das freut mich sehr.

Heute melde ich mich schon wieder. Diesmal mit einem relativ dringenden weiteren Spendenaufruf. Es geht um die Klage und den Eilantrag von .ausgestrahlt gegen den Weiterbetrieb des Riss-Reaktors Neckarwestheim-2. Trotz immer neuer Risse in den Dampferzeuger-Rohren und der Gefahr eines unbeherrschbaren Störfalls weigert sich die baden-württembergische Atomaufsicht, das AKW abzuschalten.

EU-Taxonomie:
Olaf Scholz muss Greenwashing von Atomkraft jetzt stoppen

Liebe Freund*in,

die Auseinandersetzung um die EU-Taxonomie geht offenbar in eine weitere Runde. Gerade sah es noch so aus, als wäre es EU-Kommissarin Ursula von der Leyen auf Drängen der französischen Regierung gelungen, Atomkraft und fossiles Gas als „grüne“ Finanzprodukte durchzuwinken. Der umstrittene Entwurf, der Atomkraft im Rahmen der EU-Taxonomie zu einer nachhaltigen Investition deklarieren würde, sollte eigentlich am 1. Dezember vorliegen – nur wenige Tage bevor die Ampel-Koalition die Regierungsgeschäfte übernimmt. Die neue Regierung hätte dieses Greenwashing nicht mehr verhindern können.

Carolin Franta


Kompletter Newsletter 2. Dezember 2021


 

Atomlobby am Klimatopf

Liebe Freund*in,

anlässlich der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow haben sich mehr als 300 Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen aus fünf Kontinenten mit einem dringenden Appell an die Weltgemeinschaft gewendet. In einer gemeinsamen Erklärung warnen sie vor Atomkraft als gefährlicher Scheinlösung im Kampf gegen die Klimakrise und fordern eine konsequente globale Energiewende hin zu 100 Prozent Erneuerbaren. Auch .ausgestrahlt gehört zu den Unterzeichner*innen – siehe hierzu die aktuelle Pressemitteilung.

Banner: «10 Jahre Fukushima 2011-2021».

Jahrestags-Programm


Liebe Freund*innen,

als am 11. März 2011 ein schweres Seebeben die Ostküste Japans trifft und eine riesige Flutwelle auslöst, hält die Welt den Atem an. Die Naturkatastrophe kostet vielen Menschen das Leben, und sie löst ein Atomunglück aus, das bis heute andauert: Im AKW Fukushima Daiichi kommt es in drei Reaktoren zur Kernschmelze. Der Wind verhindert, dass Japan bis tief ins Landesinnere schwer verseucht wird; die radioaktive Wolke treibt auf den Pazifik hinaus. Eine andere Windrichtung hätte das Ende Japans bedeuten können, sagt der damalige Staatschef Naoto Kan.

Während die Welt schon lange nicht mehr hinschaut, ist in der Präfektur Fukushima nie wieder Normalität eingekehrt. Die Lage am havarierten Kraftwerk ist längst nicht unter Kontrolle, und die Umgebung ist weitflächig verstrahlt. Die einstigen Bewohner*innen von Fukushima haben ihr altes Leben, ihre Heimat verloren.

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Neues vom
.ausgestrahlt-Team

17. Dezember 2020

Inhalt:

Es fehlen noch 136.000 Euro
Neuer .ausgestrahlt-Podcast: Die Oldtimer
Probleme mit den Plänen für Mini-Reaktoren
Erste Förderungen durch die Stiftung Atomerbe
Das nächste .ausgestrahlt-Magazin

Jochen Stay .ausgestrahlt – gemeinsam gegen Atomenergie


Atomgesetz-Änderung schränkt Gewaltenteilung ein


 None

Inhalt:

  1. Auch für 2021 gilt: Kein Olympia in verstrahlten Regionen!
  2. Lesen gegen Atomstrom
  3. Spendenshopping für .ausgestrahlt
  4. Post für die EU-Kommission: Atomkraft ist nicht nachhaltig!

Zentrales Atommüll-Zwischenlager
in Würgassen geplant

Am 6. März 2020 verkündete die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) völlig unerwartet, in Würgassen am alten AKW-Standort ein zentrales Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle zu errichten. Das Bundesumweltministerium habe dem Vorhaben bereits zugestimmt, so die BGZ.

 Plakat: Eine Halde mit Säcken voller Atommüll. «AKWs jetzt abschalten!»

Atomrisiko jetzt
beenden!
AKWs abschalten!
Uranfabriken schließen!
Uran-Exporte stoppen!

Das fordert ein breites Bündnis von Anti-Atom-Initiativen und ruft zur Demonstration in Lingen auf:

9. Juni ab 13.00 Uhr
Haupttor des AKW Emsland (Am Hilgenberg, 49811 Lingen)

23. Mai 2018 | Der Ort Lingen ist mit gleich zwei Atomanlagen doppelt gestraft. Das AKW Emsland ist am Tag der Demonstration fast genau 30 Jahre im kommerziellen Betrieb; am 30.Juni 1988 ging es ans Netz.

Anti-Atom-Aktive mit Fahnen und Transparent «Fin du Nucléaire».

Protest über der Autobahn

10.03.2018 | Anlässlich des Fukushima-Jahrestages – vor sieben Jahren ereignete sich die größte zivile Nuklearkatastrophe Japans – führten die zwei wichtigsten Anti-Atomkraft-Gruppen Lüttichs (Fin du Nucléaire FDN und Le Réveil Anti Nucléaire R.A.N.) eine spektakuläre Aktion auf einer der Autobahnbrücken der E 42 in der Nähe Lüttichs durch. Mit zwei großen Transparenten und über zwanzig Fahnen wiesen sie die Autofahrer in beiden Fahrtrichtungen wirksam auf den Jahrestag wie auch auf die Gefahren der Nuklearenergie hin. Dabei steht wie immer der Rissereaktor in Tihange, 40 Kilometer von Lüttich entfernt, im Zentrum des Widerstands.

Grafik: 90 km Menschenkette 25. Juni 2017 Tihange.

KettenreAktion Tihange – jeder Meter zählt!

Komm zur Menschenkette am Sonntag, den 25. Juni 2017 und protestiere gegen den skandalösen Weiterbetrieb des belgischen Atomkraftwerks Tihange. Die «Kettenreaktion» wird 90 Kilometer lang sein und die Strecke von Tihange nach Aachen aufzeigen.

Die Menschenketten-Aktion startet gleichzeitig um 14 Uhr auf der Strecke zwischen Tihange, Lüttich, Maastricht und Aachen. Die Aktion wird maximal 2 Stunden dauern. In dieser Zeit wird es zum Kettenschluss kommen.

Überregionale Demos anlässlich der Jahrestage 2016

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Die Atomkatastrophen von Fukushima und Tschernobyl jähren sich in diesem Frühjahr zum 5. bzw. zum 30. Mal. Die Anti-Atom-Bewegung erinnert an die Folgen der beiden Unfälle. Verschiedene Initiativen und Bündnisse planen Proteste an Standorten oder in großen Städten, zu denen sie auch überregional aufrufen. Fest stehen bisher folgende Termine: