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Zitat

«Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer … eine nukleare Explosion verursacht oder einen anderen … dazu verleitet oder eine solche Handlung fördert.»
(Aus dem Strafgesetzbuch § 328) Quelle: Juristischer Informationsdienst dejure.org

Werbebild der Atomindustrie

Gefährliches Uran

Die ZDF-Sendung Frontal21 berichtete über Umweltzerstörung und Gesundheitsgefahren beim Uranabbau.

Atomkraftwerke sind ja so sauber und umweltfreundlich, behauptet die Atomlobby. Sind sie das wirklich? Die Gefahren werden ausgeblendet. Verschwiegen wird auf den Werbeplakaten der schmutzige Anfang der »sauberen« Kernenergie.

Für Atomstrom wird Uran gebraucht doch der Abbau dieses Erzes ist gefährlich. Arbeiter im Uranbergbau erleben dies, für sie bedeutet der Abbau des radioaktiven Erzes ein erhöhtes Krebsrisiko.

Uranabbau in Australien

Jährlich verbraucht die deutsche Atomindustrie rund 4000 Tonnen Uranbrennstoff. Dafür müssen Millionen Tonnen strahlendes Gestein bewegt werden. Die giftigen und strahlenden Rückstände sind ein Problem für Mensch und Natur. Ablaufbecken laufen über oder haben Lecks. Von den Abraumhalden werden giftige Substanzen in die Landschaft geschwemmt.

Wissenschaftler finden erhöhte Krebsraten bei Menschen, die in der Nähe der australischen Uranmine »Ranger Mine« leben. Hier erkranken die Ureinwohner doppelt so oft an Krebs, als woanders in Australien. Eine »unglaublich hohe Zahl« erkrankte an Lungenkrebs. Die Minenbetreiber bestreiten, dass Menschen in Gefahr gewesen seien, doch australische Umweltbehörden dokumentierten in über 200 Fällen das Gegenteil:

»Mehrfach wurden Sicherheitsbestimmungen verletzt: Einmal fließen tausende Kubikmeter verseuchtes Wasser aus der Mine, beim nächsten Mal sollen radioaktive Unfälle vertuscht worden sein, zuletzt muss die Mine 150.000 australische Dollar Strafe zahlen.«

Der schlechte Lebensstil der Ureinwohner sei schuld am Krebs, behaupten die Minenbetreiber, nicht verseuchtes Wasser. Wissenschaftler sehen das anders. Prof. Collin Tatz, Institute for Aboriginal Studies:

»Den gleichen schlechten Lebensstil haben auch andere Aborigines in Nordaustralien, aber nur diese hier haben eine Uranmine vor der Tür - und nur hier haben sich die Krebsraten verdoppelt, bei den anderen nicht - ein seltsamer Zufall?«

 

Laut Studien erkranken Uranbergarbeiter und Anwohner von Uranminen nicht nur in Australien eher an Krebs, überall auf der Welt gibt es ähnliche Ergebnisse. Der so genannte Beir Report fasst die wichtigsten Studien der Welt zu schwacher radioaktiver Strahlung und Krebs zusammen mit eindeutigem Ergebnis:

»Es existiert ein linearer Zusammenhang zwischen ionisierender Strahlung und den Krebstumoren beim Menschen. Je stärker die Strahlung, desto größer das Krebsrisiko.«

[Health Risks From Exposure
To Low Levels Of Ionizing
Radiation - Beir VII Phase 2
]

Uranförderer und Kernkraftwerksbetreiber geben zu, dass die Bergarbeiter radioaktiver Strahlung ausgesetzt seien, doch weil das Erz nur sehr gering strahle, könne es keinen Krebs auslösen. Wissenschaftler sehen das anders:

»Auch die geringste Strahlendosis birgt das Risiko für Krebserkrankungen.«

See in offener Landschaft - Absetzbecken der Wismut

Auch Deutschland hat mit den Folgen des Uranbergbaus zu kämpfen. Vier Jahrzehnte wurde in der »Wismut«-Mine Uranerz gefördert, ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Arbeiter und Anwohner. Das größte Problem: Die riesigen, giftigen Absetzbecken. Dr. Sebastian Pflugbeil, Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz:

»Aus den Bergwerken muss Wasser abgepumpt werden, damit die Bergwerke nicht absaufen … dieses Wasser ist hoch kontaminiert, da ist Radon drin gelöst, da ist aber auch Uranstaub und (der) ganze Giftcocktail, der im Gestein steckt … enthalten.«

Die Sanierungsarbeiten dauerten fast 15 Jahre, und kosteten 6 Milliarden Euro. Seit 1990 wird in Deutschland kein Uran mehr abgebaut - zu gefährlich für Umwelt und Menschen. Deutschlands Atomkraftwerkbetreiber holen sich den Brennstoff dort, wo weniger Skrupel herrschen.

Russland, Krasnokamensk, an der Grenze zu China, dort wird für deutsche AKWs Uran gefördert. Für wenige tausend Tonnen Uranoxid, das aus dem Erz gewonnen wird, entsteht eine riesige Menge giftiges Abwasser. Das fließt einfach in die Landschaft.

Eine strahlenbiologische Studie der russischen Behörden bestätigt 1993 die erhöhte Kindersterblichkeit und die hohen Krebsraten:

»Der Wohnbezirk Oktjabrskij liegt in einer äußerst radioaktiv verseuchten Gegend. Ursache ist die Uranförderung. … Der Gesundheitszustand der Einwohner … zeigt, dass sich hier eine ökologische und Strahlenkatastrophe abspielt.«

TV-Beitrag von Frontal21: Gefährliches Uran

Tiefe Grube in der Landschaft - Uranabbau in Russland

Auch in Deutschland sind bisher etwa 3000 ehemalige Uran-Bergarbeiter an Lungenkrebs gestorben und das Sterben hört nicht auf.

 

 

Quelle: ZDF Frontal21
vom 5.02.2008
Autoren des TV-Beitrags: O. Evdokimova,
A. Rocksen und C. Rohde




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