Logo: Atomkraft? Nein, danke.

Die internationale Anti-Atomkraft-Bewegung gehört seit den 1970er Jahren zu den neuen sozialen Bewegungen. Sie thematisiert die Gefahren, die nicht nur von der militärischen (Kernwaffe), sondern auch von der zivilen Nutzung der Kernenergie zur Energieerzeugung in Kernkraftwerken ausgehen.

 

Insgesamt 28.000 fordern »Atomanlagen jetzt abschalten – Energiewende in Bürgerhand«

Demonstrant mit Plakat: »Sonne und Wind statt Kohle und Atom«.

Grohnde/Gronau/Gundremmingen/Neckarwestheim 9. März 2013 | Unter dem Motto »Zwei Jahre Fukushima: Atomanlagen abschalten!« haben am Wochenende anlässlich des Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Fukushima rund 28.000 Menschen an vier Atom-Standorten in Deutschland demonstriert.

Zu ihren Forderungen gehört, alle Atomkraftwerke jetzt abzuschalten und nicht erst 2022, die Schließung der Uranfabriken Gronau (NRW) und Lingen (Niedersachsen) sowie ein Ende der Blockadehaltung der Bundesregierung gegenüber der Energiewende. Sie kritisierten die ungelöste Atommüllfrage sowie den mangelhaften Katastrophenschutz an allen Atomanlagen.

 

 

Kundgebung im Regen mit bunten Schirmen, Fahnen und Transparenten.

Zehntausende
demonstrierten

Während Zehntausende am Wochenende und am Montag, dem Jahrestag des Tsunamis und der darauf folgenden Atomkastastrophe, der bisher größten in der Geschichte – allein in der Bundesrepublik demonstrierten, versucht die Bundesregierung die Energiewende zu verhindern.

Auch in Paris demonstrierten Zigtausende.

Im Hintergrund Demonstranten und Transparent: »Sayonara…«.

»Japan kann nicht warten!«

Demo für den sofortigen Atomausstieg in Japan

Nachdem unsere erste Demons­tra­tion für den Atom­aus­stieg in Japan vor eini­gen Wochen bereits auf große Re­so­nanz gesto­ßen ist, möchten wir Euch zu unse­rer nächs­ten Ak­tion einladen.

Die kommende Ak­tion steht unter dem Mot­to »Japan kann nicht war­ten!«. Am 6. Okto­ber 2012 treffen wir uns in Düsseldorf am Hotel Nikko, um von dort aus zum Markt­platz in der Alt­stadt zu marschieren. Dort werden wir an einem Info­stand unsere For­de­rung nach einem sofor­ti­gen Aus­stieg aus der Nukle­ar­in­dus­trie in Japan for­mu­lie­ren. Details ent­nehmt Ihr bitte dem bei­ge­füg­ten Flyer.


Silkwood-DVD

»Silkwood«

 

Der deutsch-fran­zö­si­sche Fern­seh­sen­der arte zeigte am Montag 3. Sep­tem­ber um 21:00 Uhr den Film »Silkwood«.

 

Der mehr­fach Oscar nomi­nier­te Doku­men­tar-Spiel­film aus dem Jahr 1983 behan­delt die wahre Ge­schich­te der Karen Silk­wood. Sie kam durch nie rest­los ge­klär­te Um­stän­de ums Le­ben, wäh­rend sie in der Plu­to­nium­auf­be­rei­tungs­an­la­ge ar­bei­te­te und dort Nach­for­schun­gen über lebens­gefähr­den­de Rechts­ver­let­zun­gen betrieb.

 

Japaner demonstrierten gegen Atom


Japanische Antiatomsonne.

Düsseldorf, 25. August 2012. Die Solidaritäts-Demonstration gegen Atomenergie und das Wiedereinschalten der Reaktoren in Japan, organisiert aus den Reihen der in Düsseldorf und Umgebung wohnenden Japanerinnen und Japaner, wurde trotz mancher Widrigkeiten als gelungen wahrgenommen.


Warum zweifelt Umwelt­minister Peter Altmaier am AKW-Aus­stiegs­zeit­plan? – Die Fakten sind doch sehr »sonnig«!

Button: »Solar – na klar!«.

Vielleicht will Herr Altmaier, ganz anders als er offiziell behauptet, die Erneuer­ba­ren Ener­gien gar nicht wirklich fördern? Denn mit Fakten sind seine Bedenken, ob die erneuer­bare Energie­wende bis 2022 zu schaffen ist, nicht zu begründen.


Allein in den letzten 12 Mona­ten ist, laut offi­ziel­len Zahlen vom 26. Juli 2012 vom BDEW (Bund der Energie- und Wasser­wirt­schaft), der Anteil der Erneuer­ba­ren Ener­gien von 21% um mehr als 4% auf über 25% des deutschen Strom­mixes gestiegen.


Das Kernkraftwerk Tschernobyl, aufgenommen von Prypjat aus.


Atom-Wahnsinn unserer Zeit


In seiner akribischen Recherche für den Roman »Der Radfahrer von Tschernobyl« über die Atomsiedler von Prypjat hat der spanische Schriftsteller Javier Sebastián zwei sehr wichtige Dinge zur Sprache gebracht. Nach einer in dem Roman zitierten Studie werden als Folge der weltweiten Atomkraft-Nutzung über 376 Millionen Menschen Krebs erleiden. Trotzdem hat es die internationale Atomindustrie-Lobby wieder geschafft, dass wir schon ein Jahr nach Fukushima nur noch sehr wenig über die dramatischen Folgen in den »Mainstream-Medien« lesen.


Aber ein sich nicht Wehren gegen den atomaren Wahnsinn kann für uns alle mit der »radioaktiven Krebs-Todesstrafe« geahndet werden. Die Wahrheit dieser Behauptung beweisen uns die tausenden verstrahlten und zum großen Teil bereits verstorbenen Mitmenschen in der Nähe von Tschernobyl und Fukushima.


Die Atomindustrie verlangt trotz Fukushima Entschädigung in Millionenhöhe von uns – einfach skandalös

Kinderdreirad vor AKW.
Kinderkrebsstudie: »Je näher ein Kind an einem
Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist die
Wahrscheinlichkeit, dass es an Krebs
oder Leukämie erkrankt.«
.

 

Es ist unglaublich, um ihren radioaktiven Atommüll in dem »Versuchsendlager Asse« zu entsorgen, zahlte die deutsche Atomindustrie bei der Einlagerung des Mülls nur ca. 1 Million €.


Für die Rückholung dieses nur »leicht und mittelradioaktiven Atommülls« aus dem maroden Versuchsendlager, soll der Steuerzahler/In jetzt über 4.000 Millionen € zahlen. Falls diese Rückholung klappt, weiß dann zwar immer noch niemand, aber auch dafür soll ja wieder der Steuerzahler/In zahlen. Die Atomindustrie behauptet sie hätten bereits einmal eine Million Euro für die Entsorgung gezahlt und das müsste reichen. Auch wenn es um die längst überfällige kostendeckende Atomkraftwerk-Haftpflichtversicherung geht, sollen das weiterhin alle Bundesbürger/Innen übernehmen. Zur Zeit sind laut einer Studie der BASLER Prognos AG von 1992 nicht einmal 1% des Supergau-Schadens Haftpflicht versichert. D.h. zur Zeit zahlen 99% der an sich fälligen AKW-Haftpflichtversicherung alle Bürger/Innen.


FUKUSHIMA MAHNT:
ATOMANLAGEN JETZT ABSCHALTEN!

Anti-Atom-Demo in München


Am Sonntag, den 11. März 2012, ein Jahr nach Beginn der atomaren Katastrophe in Fukushima, finden sechs große Demos und Aktionen in verschiedenen Städten und an Atomstandorten statt. Demonstrieren Sie mit!

Gemeinsamer Aufruf des Demo-Bündnisses:

Am 11. März 2012 dauert die Katastrophe von Fukushima schon ein Jahr an. An diesem Tag gedenken wir der Opfer und wenden uns gegen die weitere Nutzung der Atomenergie. In Deutschland, in Europa, weltweit.

11. März 2012, ab 13 Uhr, AKW Gundremmingen

Atomkraftwerk mit zwei Kühltürmen: »Fukushima – Grundremmingen. Abschalten vor dem GAU!«.

Zum Gedenken an die noch immer anhaltende Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima findet am ersten Jahrestag eine Demonstration zum AKW Gundremmingen statt. Die Aktion soll an die Opfer erinnern und sich gegen die weitere Nutzung der Atomenergie – in Deutschland, Europa und weltweit – wenden. Frank Winkler schreibt uns dazu:

Liebe Freundinnen, liebe Freunde von Mutter Erde,

vielleicht habt ihr Zeit und Lust bei der großen PRO-Solar und Anti-Atomkraftwerks-Demo am 11. März am AKW Gundremmingen teilzunehmen.

Noch können wir für die technisch ohne Probleme sogar noch schneller realisierbare erneuerbare Energiewende demonstrieren. Für die ehemaligen Einwohner von Tschernobyl und Fukushima gilt das leider nicht mehr. Viele Liquidatoren und ehemalige Einwohner von Tschernobyl sind bereits an Krebs erkrankt oder gestorben. Deswegen lasst uns alle aus dem unbeschreiblichen Leid dieser Mitmenschen lernen und den nächsten uns alle bedrohenden Supergau verhindern.

Karte Deutchland und Polen. AKW-Standorte in Polen.

Aktion erfolgreich abgeschlossen!

Über 36.000 Bürgerinnen und Bürger haben sich im Rahmen der Kampagne des Umweltinstitur München gegen die polnischen Atomenergiepläne ausgesprochen. Ein großer Erfolg. Auch einige andere Umweltschutzorganisationen haben gesammelt, es sind insgesamt über 50.000 Stellungnahmen zusammengekommen.