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Wechselwirkungen zwischen Ernährung und Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit

Die Erde als Apfel

Karl von Koerber und Jürgen Kretschmer

Seit den 1950er Jahren hat sich das, was wir essen, wie wir essen und wo wir essen grundlegend verändert. Anders als damals ist unsere Kost heute zu üppig sowie zu fett- und eiweißhaltig.

Problematisch ist vor allem der hohe Fleisch- und Wurstkonsum sowie er zunehmende Verzehr stark verarbeiteter Erzeugnisse, besonders von Fertigprodukten.

Auch die Beziehung zum Essen hat sich gewandelt. Ernährung wird immer mehr zur Nebentätigkeit und zum Bestandteil einer »Fremdversorgung«. Wir essen Nahrungsmittel, deren »Geschichte« wir selten kennen: Wir wissen wenig über deren Erzeugung und Verarbeitung, Herkunft, Transportmittel, Handel sowie Zutaten oder Zusatzstoffe.

Was wir zu uns nehmen, ist oft vorgefertigt, steril verpackt und teilweise tiefgefroren – und wird vielfach in der Mikrowelle erhitzt oder kalt aus der Packung verzehrt. Wir greifen kaum mehr zu »Lebens-Mitteln« im ursprünglichen Sinn des Wortes, sondern vermehrt zu Projektionen wie »Gesundheit«, »Wellness« oder »AntiAging«.

 

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