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Zitat

Merke, dass der Friede nährt. Merke dass der Krieg verzehrt, und ob man auch lange siegt, man am Ende doch nichts kriegt.

Paul Fleming
Hartenstein/Erzgebirge

Redaktion

Logo Bike for Peace and New Energies. Friedensradfahrt 2010

65 Jahre nach Hiroshima fordert die Friedensbewegung:

Nie wieder Krieg!

In den vergangenen 4 Jahren waren es vor allem Belarus und Russland, die mit ihren begeisternden Empfängen, ihrer Gastfreundschaft und Versöhnungsbereitschaft, die TeilnehmerInnen der Friedensradfahrt überraschten. Dieses mal zogen auch die deutschen Friedensinitiativen voll mit. Aber auch in Verdun und Esch gab es tolle Veranstaltungen.

Nach 3000 der über 4000 km zieht einer der Organisatoren eine erste Zwischenbilanz. »Von Verdun bis Nowy Tomysl, unserer zweiten Etappenstadt in Polen, gab es nicht einen einzigen Etappenort, wo wir nicht von lokalen Initiativen und Vertretern der Stadt oder Gemeinde empfangen wurden. Überall wurden die Anliegen der Friedensradfahrt unterstützt.  Ich kann einfach nur Danke sagen im Namen der TeilnehmerInnen aus 8 Ländern.« resümiert Konni Schmidt, Vorsitzender des Vereins Bike for Peace and New Energies e. V..


Highlight war sicher das Volksfest, das das Kuratorium Friedensfahrt am Radsportmuseum in Kleinmühlingen veranstaltete.  Museumsführung, mehrere Konzerte, ein buntes Treiben lockte die Bevölkerung an. Schirmherr und Radsportidol Täve Schur begleitete die Friedensradfahrer gleich 2 Tage.

Auch  der Empfang durch den Bielefelder Verlag, gemeinsam mit Oberbürgermeister und Bundestagsabgeordneten oder die Empfänge und Führungen des Sponsors »Solarworld« in Bonn und der Fa. Enercon in Magdeburg bleiben den TeilnehmerInnen sicher in Erinnerung. Potsdam, Hildesheim, Duisburg, Trier, Spangdahlem, Büchel – es ist  ungerecht eine Veranstaltung wegzulassen, nur der Platz reicht einfach nicht.

Die enorme Resonanz auf die 5. Friedensradfahrt, die sich auch in einem breiten Presseecho widerspiegelt, lässt die Organisatoren schon an die Zukunft denken. »Eigentlich wollten wir im nächsten Jahr eine Pause machen und nur eine kleine Fahrt Krakau-Kiew-Minsk über 3 Wochen organisieren. Aber jetzt überlegen wir doch, ob nicht eine Wiederholung der diesjährigen Strecke von Verdun bis Berlin davor stattfinden soll. Die zahlreichen örtlichen Initiativen wollen wir nicht enttäuschen. Es ist ein gegenseitiges Befruchten unserer Arbeit, unserer regionalen und zentralen Ziele.«

Inzwischen ist die Friedensradfahrt in Belarus angekommen. Geduldig warteten am Hiroshimatag zahlreiche RadfahrerInnen und Verantwortliche auf die verspätet eintreffenden Friedensradfahrer und gedachten gemeinsam der Opfer des faschistischen Überfalls auf die Sowjetunion. »Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus – Frieden schaffen ohne Waffen erklang es auch in der Gedenkstätte der ehemaligen Festung Brest.

Mitglieder des Brester Breitensport-Radclubs »Kola-Bok« begleiten die Friedensradfahrt seitdem und zeigen die Schönheit ihres Landes. «Mir gefällt Eure neue Fahne« lacht Michail Kusmentschuk, Präsident von »Kola-Bok«. Natürlich hat er längst die blaue Fahne mit dem Windrad und der Friedenstaube am Fahrrad befestigt.

Die UNESCO-Welterbestätte »Struves Bogen« war am 8. August eine Station. Abends feierte man den 3000sten Kilometer mit einer rauschenden Party im südbelarusischen Pinsk.

Valery Rassolko, auch in diesem Jahr Koordinator in Belarus, lobt die gute Stimmung in der Internationalen Kernmannschaft. Diszipliniert und mit flottem Tempo bewältigen Friedenradfahrer 100 km am Tag. Und der Rückenwind hilft ein bisschen.«

8 Teilnehmer wollen die gesamte Strecke von fast 4800 Kilometern komplett mit dem Rad zurücklegen. (Der Umweg übers Ruhrgebiet, inklusive 3 Millionen-Autobahn-Event am 18. Juli machte die Strecke nochmals länger). Eckard aus Gießen, feierte auf der Tour der Friedensradfahrt seinen 72. Geburtstag. »Ich bin in meinem ganzen Leben viel Rad gefahren. Aber das hier, das ist schon was Besonderes.«

Auch vom Wetter sind die friedens- und umweltbewegten Radfahrer begünstigt. »Wir wurden bisher nicht ein einziges Mal nass« sagt Elke Schnitzler, Tourenleiterin und lacht verschmitzt. »Sonne nicht nur im Herzen« fügt sie hinzu und »Eine Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Abgenommen hat kaum einer, das Essen ist einfach zu gut!«

Am 14. August wird in Minsk ein Festival für Frieden, Freundschaft und Neue Energien« im zentral gelegenen Gorki Park steigen. Koordinatorin Galina Matjuschenko wünscht sich nur eins: »Gutes Wetter«. Sie freut sich auf die Ausstellung, die die FriedensradfahrerInnen mitbringen. »5 Jahre Bike for Peace – unglaublich. Unsere Länder sind einander näher gekommen. Danke allen, die dabei geholfen haben, das Sportministerium, die Schirmherren und Partner, die Botschaften, und großen Respekt vor den Teilnehmern. Dobro Poschalowat!«


 
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