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Zitat

»Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzen. Ein Zehntel der Energien, ein Bruchteil des Geldes wäre hinreichend, um den Menschen aller Länder zu einem menschenwürdigen Leben zu verhelfen und die Katastrophe der Arbeitslosigkeit zu verhindern«

Albert Einstein, Physiker und Nobelpreisträger

Redaktion

Soldatengottesdienst in Köln am 10. Januar 2013

Klerus und Kampfnonnen. Menschen mit karnevalistisch anmutenden Verkleidungen.

Am 10. Januar 2013 nahm zum ersten Mal bei Joachim Kardinal Meisners Solda­ten­got­tes­dienst im Hohen Dom zu Köln, neben 1.500 Bun­des­wehr­sol­da­ten und Solda­ten aus anderen Nato-Staaten, die neu gegrün­dete Kampf­non­nen-Brigade teil.


Ihre Einrichtung war notwendig geworden, weil die Men­schen­rechts-Begrün­dung für die deutschen Kriegs­ein­sät­ze in Afgha­nis­tan und aller Welt immer weniger Glauben in der Bevöl­ke­rung fand. Zur Zeit sind 6.600 Bun­des­wehr­sol­daten in 12 Ein­sät­zen auf drei Kontinenten tätig.


Nonnen als Menschen­rechts­schüt­ze­rinnen kommen besser an als Sol­da­ten, hat die Akzep­tanz­for­schungs­agen­tur dpaa (Deutsche Publi­kums-Akzep­tanz-Agen­tur) in Umfragen heraus­gefun­den. Auch Sol­da­ten­got­tes­dienst-Teil­nehmer Thomas de Maizière wird die Brigade der Got­tes­krie­ge­rin­nen mit neuer Hoffnung erfüllt haben. Ist sie doch geeignet, die »robus­ten Kampf­ein­sät­ze« der Bundes­wehr in gnädi­ge­rem Licht erschei­nen zu lassen. »Als Christ ver­fech­te ich die Über­zeugung: Gewalt bleibt immer ein Übel, auch wenn sie einem guten Zweck dient. Wann kann Gewalt zur Über­win­dung von Gewalt legitim sein? Hier gilt es abzu­wägen…«, so de Maiziere am 1.7.2012 im MDR.


Bei der neuesten Abwägung hat sich nun die Waag­schale zuguns­ten der Non­nen-Bri­ga­de gesenkt. Denn wie schwer ist es, dem Bundes­volk zu vermit­teln, dass aus­ge­rech­net Sol­daten, die eigens zur Gewalt­an­wen­dung ausge­bildet werden, die Gewalt in Afgha­nis­tan, Somalia, Mali und anderswo beenden sollen?! In Afgha­nis­tan z.B. ist das deutlich fehlgeschlagen.


Bringt der Nonnen-Einsatz nun die rettende Wende? Gerade nach dem Massa­ker von Kundus in Afgha­nis­tan, bei dem 140 Zivil­per­so­nen auf Befehl des deutschen Obersten Klein umge­bracht wurden (inzwischen wurde er zum General beför­dert), haben die Zweifel an den Missio­nen der Bundes­wehr zuge­nom­men. Nun verlangt die Maiziere »eine stär­ke­re gesell­schaft­liche Debat­te über eine Ausweitung der Bundes­wehr-Einsätze« (MDR).


Dabei wird die neue Brigade der Kampf­non­nen sicher­lich helfen, denn:

»In betenden Händen ist die Waffe vor Miss­brauch sicher«

(Joachim Kardinal Meisner)


Quelle: bundeswehr-wegtreten



Soldatengottesdienst in Köln am 10. Januar 2013 – Weitere Fotos von Klaus Müller in der Fotogalerie


 
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