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Zitat

»Wenn die Polizei über Beeinträchtigung einzelner ihrer Mitglieder durch Pfefferspray spricht, dann sollte sie bei zukünftigem Einsatz auch auf die Windrichtung achten. Mir ist nicht bekannt, dass Demonstranten Pfefferspray eingesetzt haben.«

BR

Redaktion

Porträt Thomas FroitzheimLiebe Freunde der Satellitennavigation,

 

das Thema GPS sorgte im vergangenen Jahr immer wieder für Schlagzeilen, gerade jetzt am Jahresende. So berichten Nutzer des neuen iPhone 4S derzeit von Störungen bei der automatischen Zeitzonenerkennung, die durch den GPS-Chip gesteuert werden – das Smartphone wähnt sich plötzlich in China, Saudi-Arabien oder Brasilien und stellt dann auch die Zeitzone entsprechend um. Am 4. Dezember ließen die Iraner eine US-Drohne einfach bei sich landen – durch Störung des GPS-Signals und Vorgaukelung ihrer Heimatbasis mittels falscher Koordinaten.

 

Aber alles wird besser: Seit Ende November meldet das russische Satellitennavigationssystem Glonass weltweit Einsatzbereitschaft. Inzwischen befinden sich 31 Satelliten im Erdumlauf, von denen 24 für die aktive Navigation eingesetzt werden. Die Chinesen haben ihr »Beidou« oder »Compass«-System in einer ersten Phase mit zehn Satelliten in Betrieb genommen. 2012 wird es durch sechs weitere Satelliten ergänzt und soll dann im Großraum Asien/Pazifik nutzbar sein – nicht nur für militärische Zwecke. Die weltweite Abdeckung mit 35 Satelliten ist für 2020 geplant. Kleiner Trost für die Europäer: unser Galileo-System soll 2019 diese Ausbaustufe erreicht haben – wenn nicht wieder Verzögerungen eintreten, wie schon so häufig.

 

Für uns Nutzer bieten die verschiedenen Systeme weniger Abhängigkeit vom bisherigen Monopolisten GPS und damit den Amrikanern. Zudem sind mehr Satelliten gleichzeitig am Himmel, und wir können bei entsprechenden Empfängern automatisch die unterschiedlichen Systeme nutzen. Das ermöglichen – neben dem iPhone 4S und Motorola-Modellen – schon jetzt die kleinen eTrexe von Garmin, die wir gerade für einen Bericht im RadTouren-Magazin testen, und in deren Display die Glonass-Satelliten einträchtig neben den GPS-Balken stehen. Nettes Beispiel einer globalen Kooperation, wie wir sie uns für das nächste Jahr weit häufiger wünschen – auch in anderen Bereichen.

 

Ein zukunftsweisender Trend liegt vielleicht auch in der cleveren Kombination vorhandener Technologien. So verbindet das neue Takwak-System GPS-Navigation, Smartphone und Walkie Talkie miteinander. Das erste Outdoorgerät des Dachauer Unternehmens trägt die Bezeichnung tw700 und ermöglicht neben der eigenen Standortbestimmung und den üblichen Navigationsfunktionen auch eine Gruppennavigation (3-plus-Konzept). Die Idee ist einfach: statt separatem Handy und GPS-Gerät führt man nur noch ein Gerät mit sich, das zudem noch durch eine Walkie-Talkie-Funktion eine Kommunikation erlaubt, wo es kein Mobilfunknetz gibt. Der Betrieb dieses Funkmoduls (PMR 446 Standard) ist in der Europäischen Union und vielen anderen Ländern anmelde- und gebührenfrei erlaubt und ermöglicht eine Reichweite von bis zu 10 km. Wenn mehrere Takwaks im Einsatz sind, kann jedes Gruppenmitglied als Symbol auf der Karte angezeigt und navigiert werden. Durch eine automatische Rufnummernverteilung können sich Gruppenmitglieder auch über das Smartphone austauschen. Das 3,5-Zoll-Display besitzt eine Auflösung von 320 x 480 Pixel, für die Ortung sorgt ein SIRFStar IV-Chipsatz. Die integrierte 5 MP-Kamera erzeugt hochaufgelöste Bilder. Das Android-Betriebssystem des Smartphones kann eine Vielzahl von Apps verwenden. Für lange Laufzeiten sorgt der wechselbare 2700 mAh-Akku, die genauen Betriebszeiten sind aber noch nicht bekannt. Die Outdoornavigationsfunktionen wurden unter anderem von MagicMaps entwickelt und beinhalten neben der Nutzung von GPX-Tracks auch eine Alarmfunktion beim Verlassen des Tracks. Als Kartenmaterial nutzt das tw700 vorinstallierte, routingfähige OpenStreetMap-Karten von Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und Norditalien. Rasterkarten von MagicMaps können ebenfalls verwendet werden, wobei ein Gutschein für eine Region beiliegt. Karten aus dem MagicMaps TourExplorer können ebenfalls übertragen werden. Auch andere alte Bekannte finden sich bei takwak wieder, so stammt das takwak-Portal zur online-Tourenplanung von Alpstein (outdooractive.com). Ab Frühjahr 2012 soll das tw700 in der DACH-Region ausschließlich im zertifizierten Fachhandel zu einem Einführungspreis von 549 Euro erhältlich sein. www.takwak.com

 

Microsofts Kartendienst Bing hat nun eine »Streetside«-Funktion. Ähnlich wie Googles Streetview können Straßenansichten jetzt in einigen deutschen Städten des Ruhrgebiets, in Frankfurt, Berlin, Stuttgart, Augsburg und München in einer 360°-Ansicht angesehen werden. Dazu muss das Plug-In »silverlight« installiert werden. http://www.microsoft.com/maps/de-DE/streetside.aspx

 

Die Geocacher blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2011. Ein Video auf YouTube schildert den Jahresrückblick aus Sicht des Geocaching-Verbands Groundspeak: http://www.youtube.com/watch?v=tGBkOpKF_KM (leider nur auf Englisch). Die Zahl der aktiven Caches wuchs auf über 1,6 Millionen an, die von über 5 Millionen Cachern gepflegt und gesucht werden – wobei sich die Deutschen und die Tschechen als besonders geocaching-affin zeigen. Übrigens gibt es jetzt einen internationalen Tag des Geocachings – der nächste wird am 18. August 2012 stattfinden. In Deutschland findet vom 29.6.-1.7.2012 mit dem Projekt Geo-Games (http://www.project-geogames.de/) ein bundesweites Event statt, und zwar in Leipzig. Wer jetzt noch nicht dem Cachen verfallen ist, sollte sich die neue Auflage von Markus Gründels Buch »Geocaching« einmal anschauen. In der 4. Auflage, die am 12. Dezember beim Conrad Stein Verlag erschienen ist, beschreibt er auf 224 Seiten alles Notwendige zur digitalen Schatzsuche, neben den aktuellen GPS-Geräten auch neue Tabellen zu Ver- und Entschlüsselungen, Bilder, Guidelines, Handycaching und vieles mehr. Auch wir sollen übrigens darin vorkommen – ISBN: 978-3866863842, Preis: 12,90 Euro.

 

MagicMaps erweitert sein Kartenprogramm. So werden für die iPhone- und Android-Apps topographische Karten von Großbritannien und den Niederlanden im Laufe des Januars verfügbar sein. www.magicmaps.de

 

Variotek hat einen neuen, schnellen Datenlogger im Programm. Der eXtreme Recorder GPS LapTimer 10Hz von QStarz zeichnet 10 Punkte pro Sekunde auf, kann aber auch im gängigen 1 Hz-Modus (= ein Punkt pro Sekunde) betrieben werden. Dabei soll der Akku bis zu 42 Stunden reichen. Insgesamt können 400.000 Punkte gespeichert werden. Zum Preis von 189,90 Euro ist der Logger ab sofort lieferbar. Ebenfalls neu ist das mobile Powerpack Levolta iX mini. Es wiegt gerade einmal 80 Gramm und liefert eine Kapazität von 2600 mAh. Kabel für Mini- und Micro-USB-Anschlüsse liegen bei. Kostenpunkt: 49,90 Euro, www.variotek.de

 

Sie haben ein neues GPS-Gerät bekommen oder wollen ihr altes nun endlich besser beherrschen? Bei Naviso gehen die GPS-Seminare bereits am 6. und 7. Januar weiter – schauen Sie einfach einmal auf unsere Terminübersicht unter http://www.naviso.de/termine.htm. Vielleicht sehen wir uns ja bei der CMT in Stuttgart am 14. und 15. Januar, bei der Horizont Outdoor in Karlsruhe, der f.re.e in München oder der Rad & Outdoor in Bremen.

 

iPhone-User dürfen sich übrigens trösten. Von Biologic ist nun tolles Zubehör für das 4S lieferbar, wie das BioLogic ReeCharge Case fürs iPhone, die BikeBrain App und die Cipher-Radhandschuhe bieten innovative Hard- und Software-Lösungen. Infos und Videos dazu sind unter http://www.thinkbiologic.com/products zu sehen.

 

Und auch im neuesten Smartphone-Test der Stiftung Warentest positioniert sich das iPhone 4S unter 20 Smartphones und fünf Multimedia-Handys an der Spitze. Allerdings dicht gefolgt vom Motorolas Atrix, das mit einem Straßenpreis von etwa 300 Euro nicht nur deutlich günstiger ist als Apples Flaggschiff, sondern auch laut StiWa den besseren GPS-Empfang und die längere Akkulaufzeit besitzt. Aber liebe Leser, wenn Ihr iPhone Ihnen sagt, dass Sie gerade in China aufgewacht sind – drehen Sie sich um und schlafen einfach noch eine Runde und schauen später einmal auf den guten alten Funkwecker. Wie es ganz ohne Technik geht, zeigen die Einwohner von Samoa: sie wechselten einfach per Beschluss in eine andere Zeitzone und ließen den 30. Dezember 2011 schlicht weg.

 

Allzeit beste Orientierung wünscht Ihnen Ihr

Naviso-Team

Naviso Outdoornavigation
Thomas Froitzheim
Zum Grünen Weg 9a
D-50374 Erftstadt
Tel. +49 2235 7104806
Mobil: +49 177 71 55 878
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