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Zitat

»Als ich 14 Jahre alt war, war mein Vater für mich so dumm, daß ich ihn kaum ertragen konnte. Aber als ich 21 wurde, war ich doch erstaunt, wie viel der alte Mann in sieben Jahren dazu gelernt hatte.«

Mark Twain
US-amerikanischer Schriftsteller

Redaktion

Wor­um geht es in Ma­li wirk­lich?

Faksimile: Süddeutsche Zeitung, Titelseite.

Die Bei­trä­ge »Deutsch­land be­rei­tet Afri­ka Ein­satz vor«, »Ge­rüs­tet für Ba­ma­ko« und »Dop­pel­ter-Ein­satz« in der Süd­deut­schen Zei­tung (SZ) vom 18./19.01.2014 bo­ten Frank Wink­ler (Bike for Peace) An­lass für ei­nen Le­ser­brief, wir do­ku­men­tie­ren:


Zehn Jah­re lang war ich von 1998 bis 2008 be­ruf­lich für OS­RAM als Re­gio­nal Sa­les Ma­na­ger für Afri­ka tä­tig. Des­we­gen möch­te ich Ih­re »Afri­ka-Kriegs-Ar­ti­kel kom­men­tie­ren.


­Die An­kün­di­gung der Bun­des­re­gie­rung, die fran­zö­si­sche Re­gie­rung mi­li­tä­risch bei ih­ren Afri­ka-Ein­sät­zen zu un­ter­stüt­zen, ist ver­ant­wor­tungs­los den deut­schen Sol­da­ten und Sol­da­tin­nen ge­gen­über. Denn auch die­ser Ein­satz wird mit 99,9 pro­zen­ti­ger Si­cher­heit kei­nen Frie­den brin­gen. Wann ler­nen wir aus den u.a. in Irak, Af­gha­nis­tan, Li­by­en, Sy­ri­en … ge­mach­ten Kriegs­tra­gö­di­en? Oder geht es in Wirk­lich­keit nur um neue Auf­trä­ge für die »not­lei­den­de deut­sche Rüs­tungs­in­dus­trie«?


Be­ruf­lich war ich sel­ber vor ca. sie­ben Jah­ren im Bür­ger­kriegs­ge­biet in der El­fen­bein­küs­te. Von den Leu­ten vor Ort ha­be ich aus ers­ter Hand ge­hört, war­um es in dem Kon­flikt wirk­lich ging. Es wur­den da­mals sehr gro­ße Öl­re­ser­ven off­shore im Meer vor der El­fen­bein­küs­te ge­fun­den. Der neue vor al­lem »an­glo­phi­le Prä­si­dent« der El­fen­bei­küs­te wur­de von den USA pro­te­giert – war­um? Der Prä­si­dent woll­te die Off­shore-Öl­rech­te vor al­lem an Ame­ri­ka­ni­schen Öl­kon­zer­ne ver­kau­fen. Des­we­gen griff da­mals ei­ne von den Fran­zo­sen do­mi­nier­te UNO-Schutz­trup­pe in den Kon­flikt ein, um die In­ter­es­sen des vor al­lem fran­zö­si­schen Öl­kon­zerns, TO­TAL, zu schüt­zen.

Faslmile: Süddeutsche Zeitung,Seite 2.

Gleich­zei­tig bau­ten die USA da­mals ei­ne vor al­lem meh­re­re Stock­werk-tief ge­le­ge­ne neue Bot­schaft in der El­fen­bein­küs­te. Die­se ame­ri­ka­ni­sche Neu­bau-Bot­schafts-Bun­ker-Bau­stel­le – »mit­ten im Bür­ger­krieg« – ha­be ich da­mals mit ei­ge­nen Au­gen ge­se­hen.


Wor­um geht es in Ma­li und der Zen­tral­afri­ka­ni­schen Re­pu­blik wirk­lich? Dort lie­gen gro­ße Uran­erz-Mi­nen. Lei­der ist Frank­reich im Strom­be­reich im­mer noch zu fast 75% ab­hän­gig von der Atom­kraft. Das ist wahr­schein­lich der wirk­li­che Grund war­um die »ato­ma­ren Zu­lie­fer­quel­len« jetzt mi­li­tä­risch ver­tei­digt wer­den sol­len.


War­um Deutsch­land, das of­fi­zi­ell aus der Atom­ener­gie aus­stei­gen möch­te da­bei mit­ma­chen möch­te, liegt wahr­schein­lich mehr an ei­nem neu­en »Ab­satz­markt« für deut­sche Waf­fen. Die­se Waf­fen wer­den na­tür­lich NIE of­fi­zi­ell ge­lie­fert wer­den. Aber tau­sen­de deut­scher u.a. Heck­ler&Koch Waf­fen ka­men auf wel­chem We­ge auch im­mer u.a. im Li­by­en-Krieg zum Ein­satz. Deutsch­land als dritt­grö­ß­ter Waf­fen­pro­du­zent »braucht na­tür­lich« im­mer wie­der Krie­ge für die Ab­satz­an­kur­be­lung. Denn das Ver­kau­fen von »deut­schen Hoch­tech­no­lo­gie-Waf­fen ist ein­fach ein zu gu­tes »tod­si­che­res Ge­schäft«.


Ha­ben wir Eu­ro­pä­er und Eu­ro­päe­rin­nen, 100 Jah­re nach Be­ginn des Ers­ten Welt­krie­ges, wirk­lich et­was ge­lernt? Oder sind wir nur da­bei Krie­ge auf an­de­re Kon­ti­nen­te »out­zu­sour­cen«?


­Was ist bei Kos­ten von 100 US Dol­lar pro bar­rel Öl aber wirk­lich das Ge­bot der Stun­de? Die Ant­wort steht am Him­mel und ist »son­nen­klar«. Wir müs­sen end­lich ei­ne ver­stärk­te Po­li­tik »Weg vom Öl und Uran« ein­lei­ten. Das sind wir un­se­ren Kin­dern und den Le­ben deut­scher Sol­da­ten/In­nen schul­dig. Lei­der hat die letz­te Bun­des­re­gie­rung das Ge­gen­teil ge­macht. Der letz­te deut­sche CDU-Um­welt­mi­nis­ter, Alt­mei­er, hat sich so­gar da­für ge­rühmt, dass er die Hälf­te der deut­schen »So­lar-Pho­to­vol­ta­ik-Ar­beits­plät­ze« die letz­ten Mo­na­te ver­nich­tet hat. Fast 70.000 Men­schen ha­ben die letz­ten Mo­na­te in der deut­schen Er­neu­er­ba­ren En­er­gie In­dus­trie ih­ren Job ver­lo­ren.


Statt in die För­de­rung un­se­rer auch kli­ma­po­li­tisch ge­bo­te­nen en­er­ge­ti­schen Un­ab­hän­gig­keit durch ei­ne star­ke Son­nen- und Wind­ener­gie-Nut­zung un­ser Geld zu in­ves­tie­ren – »in­ves­tie­ren« wir wie­der mehr Geld in bru­ta­le und sinn­lo­se Krie­ge um die letz­ten fos­si­len und ato­ma­ren Res­sour­cen.


­Nen­nen wir uns wirk­lich »ho­mo sa­pi­ens«?!?

»top+ award 2008«, Abbildung der Urkunde: »Winner Frank Winkler«


In Ke­nia durf­te ein von mir in­iti­ier­tes zwei Mil­lio­nen Eu­ro teu­res »So­lar-Lam­pen-Pro­jekt be­wei­sen, dass es auch an­ders geht. Am Vik­to­ria­see ist der »so­la­re Traum« be­reits heu­te für tau­sen­de Fi­scher wahr ge­wor­den. Dort wird »EN­ER­GY FOR ALL« mit Hil­fe von So­lar­World Mo­du­len für »Bat­te­ri­en-To-Go« er­zeugt. Vor der »So­lar-Licht-Ein­füh­rung« muss­ten die Ke­nia­ni­schen Fi­scher dop­pelt so viel Geld für Pe­tro­le­um-Lam­pen aus­ge­ben. Als Zu­satz­nut­zen las­sen sich mit den »So­lar-Bat­te­ri­en« auch die Han­dys der Afri­ka­ner/In­nen auf­la­den.


­Für die­ses »NEUE-EN­ER­GIE-Pro­jekt« ha­ben meh­re­re OS­RAM Kol­le­gen und ich in 2008 den SIE­MENS Top+ Award ge­won­nen. Auch das be­weist, dass selbst be­reits in mul­ti­na­tio­na­len Kon­zern-Zen­tra­len die »er­neu­er­ba­re Frie­dens­bot­schaft« an­ge­kom­men ist:


YES WE CAN li­ve in a so­lar and peace­ful world – NOW!




»Deutsch­land be­rei­tet Afri­ka Ein­satz vor«



 
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