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Zitat

»In einem Krieg gibt es keine Helden, nur Idioten«

David Rubinger, israelischer Fotograf

Redaktion

Grafik: Landkarte Saarland mit Friedenstaube: »FriedensNetz Saar«.

»1914 - 2014 – Nix da­zu­ge­lernt?!«

Os­ter­marsch Saar am Os­ter­sams­tag, 19. April 2014


Lie­be Frie­dens­freun­din­nen und Frie­dens­freun­de!

Vor hun­dert Jah­ren wur­den die Völ­ker Eu­ro­pas in den Ers­ten Welt­krieg ge­hetzt. Al­les nur Ge­schich­te? Wir se­hen mit Sor­ge, dass sich die Ge­gen­sät­ze zwi­schen den Welt­mäch­ten ver­schär­fen, dass Na­tio­na­lis­mus und Frem­den­feind­lich­keit wie­der zu­neh­men, dass auch mit deut­scher Be­tei­li­gung Krie­ge um Roh­stof­fe und Ein­fluss ge­führt wer­den. Nun soll auch die Bun­des­wehr mit Kampf­droh­nen aus­ge­rüs­tet wer­den. Die Bun­des­wehr soll noch öf­ter in Schu­len für sich wer­ben dür­fen. Grün­de ge­nug, um auch in die­sem Jahr ei­nen Os­ter­marsch im Saar­land vor­zu­be­rei­ten.


Pete Seeger mit Banjo.

»There is hope for the world«

Im Al­ter von 94 Jah­ren starb am 27. Ja­nu­ar 2014 der Sän­ger und Frie­dens­ak­ti­vist Pe­te See­ger.

­Die Frie­dens­be­we­gung trau­ert um ei­nen Men­schen, der wie kein an­de­rer die Men­schen auf­ge­rüt­telt und er­mun­tert hat, ge­gen Krieg und Un­ge­rech­tig­keit ak­tiv zu wer­den. Von den Re­gie­run­gen und Be­hör­den schi­ka­niert, ins Ge­fäng­nis ge­wor­fen, von den Ra­dio­sta­tio­nen boy­kot­tiert, schrieb sich Pe­te See­ger mit sei­nen Lie­dern in die Ge­schich­te der Be­we­gun­gen der Men­schen weit über sein Hei­mat­land hin­aus ein.

Ein be­we­gen­der Do­ku­men­tar-Film »The power of song« schil­dert sein Le­ben:  youtube Video

Vor ei­nem knap­pen Jahr brach­ten ihm Sands Fa­mi­ly, Bru­ce Springs­teen und Jo­an Ba­ez vor tau­sen­den Zu­schau­ern ein Ge­burts­tags­ständ­chen:  youtube Video

Good bye Pete, Thank you!

GrAPO statt GroKo

konstantin wecker cc unibrennt

Es wird Zeit für ei­ne Gro­ße Au­ßer­par­la­men­ta­ri­sche Op­po­si­ti­on (GrA­PO). Als Re­ak­ti­on auf die ge­fähr­li­che Macht­kon­zen­tra­ti­on in den Hän­den ei­nes neo­li­be­ra­len Kar­tells aus Uni­on, SPD und Wirt­schaft hat Kon­stan­tin We­cker ne­ben an­de­ren In­itia­to­ren die­sen Auf­ruf ver­fasst.


Die Gro­ße Ko­ali­ti­on aus CDU/CSU und SPD ba­siert auf ei­nem Wort­bruch. Der Po­li­tik­wech­sel wur­de ver­hin­dert, das Ver­spre­chen der SPD-Füh­rung, An­ge­la Mer­kel als Kanz­le­rin ab­zu­lö­sen, er­wies sich als Wahl­be­trug. Das neo­li­be­ra­le Bünd­nis aus Uni­on, SPD und Wirt­schaft spal­tet und po­la­ri­siert die Ge­sell­schaft. Die Markt­wirt­schaft be­fin­det sich in ih­rer bis­her schärfs­ten Kri­se. Die Men­schen in den Län­dern der Eu­ro­päi­schen Uni­on lei­den un­ter ei­ner be­drü­cken­den Mi­se­re. Al­lei­ne in Deutsch­land wer­den 16 Mil­lio­nen Ar­me und Aus­ge­grenz­te ge­zählt. Uni­on und SPD ver­harm­lo­sen die­se Rea­li­tät als Miss­stand. Im Ko­ali­ti­ons­ver­trag ver­wei­sen sie auf wirt­schaft­li­che Rah­men­da­ten, die ei­ne hei­le Welt sug­ge­rie­ren. Doch die schein­ba­ren Er­fol­ge neo­li­be­ra­ler Po­li­tik un­ter Schrö­der und Mer­kel ste­hen in kras­sem Ge­gen­satz zur De­mon­ta­ge der So­zi­al­sys­te­me. Der Zu­sam­men­hang zwi­schen ex­or­bi­tant wach­sen­dem Reich­tum We­ni­ger und gras­sie­ren­der Ar­mut wird ge­leug­net. »Wei­ter so!« ist die De­vi­se der Gro­ßen Ko­ali­ti­on. – Wachs­tum um je­den Preis ist das er­klär­te Ziel, ihm wer­den Mensch und Na­tur in al­len Po­li­tik­fel­dern un­ter­ge­ord­net.



Was pas­siert in Af­gha­nis­tan, wenn die west­li­chen Trup­pen im kom­men­den Jahr das Land ver­las­sen? Ex­per­ten be­fürch­ten, dass die Ta­li­ban wie­der stark an Ein­fluss und Macht ge­win­nen wer­den und so Af­gha­nis­tan das­sel­be Schick­sal wie dem Irak droht.

Trügerischer Frieden

Karikatur: Karzai balanciert Käfig mit Friedenstaube.


Am 1. Ja­nu­ar 2015 wird Af­gha­nis­tan, nach­dem es sich von den Be­sat­zern der USA und NATO ver­ab­schie­det hat, wie­der zum sou­ve­rä­nen Staat wer­den. Gleich­wohl wur­den die Zie­le des Af­gha­nis­tan­kriegs, der als Ant­wort auf die ter­ro­ris­ti­schen An­grif­fe von »9/11« be­gon­nen wur­de, nicht er­reicht. Wäh­rend der 13 Jah­re wäh­ren­den Be­sat­zung ist es nicht ge­lun­gen, ei­nen sta­bi­len Staat zu schaf­fen, was in ei­ner Fort­set­zung des Bür­ger­kriegs und Cha­os re­sul­tie­ren könn­te.


DFG-VK fordert den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland

 

Demonstranten mit Friedensfahnen.

Auch über 60 Jah­re nach den Atom­bom­ben­ab­wür­fen auf Hi­ros­hi­ma und Na­gasa­ki ist die Mensch­heit von tau­sen­den von Atom­waf­fen be­droht. In über 2000 Atom­waf­fen­test wur­den seit­her die­se schreck­li­chen Waf­fen im­mer wei­ter ent­wi­ckelt.

 

Auch in der Bun­des­re­pu­blik la­gern nach wie vor us-ame­ri­ka­ni­sche Atom­waf­fen in Bü­chel, zum Ein­satz durch die Bun­des­luft­waf­fe be­stimmt.

 

1996 hat der In­ter­na­tio­na­le Ge­richts­hof in Den Haag fol­gen­de Fest­stel­lung ge­trof­fen: «Ei­ne An­dro­hung oder An­wen­dung von Ge­walt mit­tels Atom­waf­fen, die im Wi­der­spruch zu Ar­ti­kel 2 Ab­satz 4 der Char­ta der Ver­ein­ten Na­tio­nen steht und al­le For­de­run­gen in Ar­ti­kel 51 nicht er­füllt, ist un­recht­mä­ßig». Doch heu­te ar­bei­tet man in den USA an neu­en sogenannten Mi­ni-Nu­kes und im­mer neue Staa­ten ent­wi­ckeln Atom­waf­fen.

 

100 Jahre Weltkriege –
100 Jahre Friedensbewegung:
Umbrüche und Kontinuität

 

Programm zum 20. Friedenspolitischen Ratschlag

Uni Kassel: 7. und 8. Dezember 2013

«Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.»

(George Santayana, 1905)

 

Saal mit Kongressteilnehmern, Podium, dahinter Transparent: »Universität Kassel Friedensratlschlag«.

 

Im kom­men­den Jahr jährt sich zum 100s­ten Mal der Be­ginn des Ers­ten Welt­kriegs – An­lass für uns, das Jahr­hun­dert der Ka­ta­stro­phen und Ex­tre­me zu be­sich­ti­gen, his­to­ri­sche Kon­ti­nuitäten und Um­brüche zu ana­ly­sie­ren und die Per­spek­ti­ven der Mensch­heit im 21. Jahr­hun­dert aus frie­dens­po­li­ti­scher Sicht zu dis­ku­tie­ren. Da­bei ge­ra­ten ne­ben der His­to­rie die dra­ma­ti­schen Ge­scheh­nis­se der Ge­gen­wart und die alar­mie­ren­den Zu­kunfts-Trends in den Blick. Der Kli­ma­wan­del, der Raub­bau an den end­li­chen Res­sour­cen, die zu­neh­men­de Kluft zwi­schen Arm und Reich, die un­mensch­li­che Bekämp­fung von Flücht­lin­gen, die Aus­spähung der Bevölke­rung durch in- und ausländi­sche Ge­heim­diens­te und die Per­fek­tio­nie­rung der Mi­litärap­pa­ra­te (z.B. Droh­nen) sind nur ei­ni­ge Bei­spie­le. Frie­dens­wis­sen­schaft und Frie­dens­be­we­gung brau­chen dar­auf Ant­wor­ten.

 

Krieg beginnt im Rheinland


Demonstranten mit Fahnen.

Am 3. Ok­to­ber de­mons­trier­ten 150 Frie­dens­ak­ti­vis­tIn­nen ge­gen die NA­TO-Kom­man­do­zen­tra­le in Kal­kar.


Nach ei­nem fet­zi­gen, ro­cki­gen Auf­takt durch »Fres­ga­mes« griff Wil­fried Por­wol (DfG-VK Kle­ve) das sa­ti­ri­sche Schrei­ben der »Luft­waf­fe« auf, das die Bürger von Kle­ve auf ei­ne Su­per Me­ga Rea­li­ty Ga­me-Sta­ti­on, einen Frei­zeit­knüller für Zi­vi­lis­ten auf­merk­sam mach­te:


Der Tod kommt aus Deutschland

Bike for Peace vor der Air-Base Ramstein

 

 

22. September 2013 | Die U.S. Air Ba­se Ram­stein in der West­pfalz ist das zen­tra­le Waf­fen­la­ger für al­le völ­ker­rechts­wid­ri­gen An­grif­fe der U.S. Air Force in Eu­ro­pa, in Afri­ka und im Na­hen und Mitt­le­ren Os­ten. Auf der Air Ba­se Ram­stein wer­den Bom­ben und Ra­ke­ten für al­le US-Kriegs­schau­plät­ze be­reit­ge­hal­ten.

 

Porträt Uri Avnery

Frieden zwischen Israel und Palästina ist möglich


Uri Av­ne­ry ver­tritt seit 1948 die Idee des is­rae­lisch-pa­läs­ti­nen­si­schen Frie­dens und die Ko­exis­tenz zwei­er Staa­ten: des Staa­tes Is­rael und des Staa­tes Pa­läs­ti­na, mit Je­ru­sa­lem als ge­mein­sa­mer Haupt­stadt. Uri Av­ne­ry schuf ei­ne Welt­sen­sa­ti­on, als er mit­ten im Li­ban­on­krieg (1982) die Front über­quer­te und sich als ers­ter Is­rae­li mit Jas­sir Ara­fat traf. Er stell­te schon 1974 die ers­ten ge­hei­men Kon­tak­te mit der PLO-Führung her.


Weltfriedenstag oder Antikriegstag

Friedenstaube und Olivenzweig vor Weltkugel.


Für den Ge­denk­tag gibt es drei ver­schie­de­ne Ter­mi­ne:

  • 1. Sep­tem­ber, in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land seit 1966
  • 1. Ja­nu­ar, in der ka­tho­li­schen Kir­che seit 1968
  • 21. September, der »Internationale Tag des Friedens« der Vereinten Nationen (UNO) seit 1981.


Gegen die Etablierung von Drohnentechnologie für Krieg, Überwachung und Unterdrückung

 Grafik: Verschiedene Drohnentypen als Silhouetten vor blauem Hintergrund.

DROHNEN-KAMPAGNE

Aufruf »Stoppt die klammheimliche Entscheidung zu Bundeswehr‑Kampfdrohnen!«

Das aus zahl­rei­chen Grup­pen und Ein­zel­per­so­nen be­ste­hen­de Bünd­nis der Droh­nen-Kam­pa­gne weist deut­lich dar­auf hin, dass be­reits jetzt und un­ter Aus­schluss der Öf­fent­lich­keit wich­ti­ge Fak­ten hin­sicht­lich der An­schaf­fung von Kampf­droh­nen für die Bun­des­wehr ge­schaf­fen wer­den. Da­rüber hin­aus teilt das Bünd­nis mit, dass der Ap­pell »Kei­ne Kampf­droh­nen« nun von meh­re­ren Par­tei­en auf Bun­des­vor­stands-Ebe­ne un­ter­stützt wird.



Weitere Informationen der Drohnen-Kampagne




 
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